Gemeinde Burg-Reuland
Ostbelgien

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Generation Zero Watt - Energiesparen in der Schule leicht gemacht

Generation Zero Watt ist ein LEADER-Projekt zur Bekämpfung der Energieverschwendung in den Grundschulen, das zum Teil von der Wallonischen Region und von der EU und für den Rest von der in Elsenborn ansässigen Kooperative Courant d'Air finanziert wird, welche das Personal und die Kompetenzen für dessen Umsetzung stellt. Mit dem Projekt soll den künftigen Generationen und durch sie auch den Schulträgern (hauptsächlich den Gemeinden) die Energiewende und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen bewusst gemacht werden – daher auch der Projektname „Generation Zero Watt“. Das findet in fünf verschiedenartigen Animationen statt, wovon eine am Windpark in Weismes stattfindet.

Seit Projektbeginn im September 2016 und bis heute zählt Generation Zero Watt insgesamt 40 teilnehmende Schulen in der DG, davon 4 dieses Schuljahr 2020-2021. Das sind bis auf drei alle Schulen der sieben teilnehmenden Gemeinden und alle Schulen der Gemeinde Burg Reuland.

In den jeweiligen 6 Monaten ihrer Teilnahme erreichten die 36 Schulen der ersten vier Projektjahre Einsparungen von bis zu 34%, indem sie in ihrem täglichen Schulbetrieb auf den Verbrauch achteten und sogenannte Stromfresser ausfindig und unschädlich machten. Diese Projekt-Ergebnisse hängen sehr stark von den Situationen vor Ort ab, aber die Schulen von Aldringen (34%), Thommen (30%), Espeler (24%), Maldingen (30%), Braunlauf (27%) und Oudler (23%) konnten bemerkenswerte Resultate erzielen. Besonders bei der Beleuchtung konnte großes Sparpotenzial genutzt werden.

Insgesamt haben 58% aller 36 Schulen die in der Projektbeschreibung festgelegte 8%-Marke weit übertroffen. 

Interessanter noch, es konnten Auswirkungen über die reine 6-monatige Projektzeit hinaus festgestellt werden anhand von kommunizierenden Stromzählern und von den Stromjahresabrechnungen. So stellte sich zum Beispiel für die kleine Schule Braunlauf heraus, die im Schuljahr 2018-2019 teilnahm und von Oktober 2018 bis April 2019 1.215 Kilowattstunden Strom sparen konnte, dass es bis Ende 2019 ganze 3.119 kWh geworden waren, also ungefähr so viel wie der Jahresstromverbrauch eines dreiköpfiges Haushalts! Kumuliert man die kurzfristig mit den mittelfristig erreichten Einsparungen, so verzeichnen die 36 Schulen eine Stromeinsparung von 95.859 Kilowattstunden in vier Jahren (2017-2020)! Dies entspricht bei einem belgischen Umrechnungssatz von 0,29 kg CO2 pro Kilowattstunde immerhin 27,8 Tonnen CO2.

Die Lehrerinnen von drei Schulen aus drei Eifeler Gemeinden möchten die Sensibilisierung in ihre Schulkultur integrieren und sind zu diesem Zweck für dieses Schuljahr 2020-2021 eine Energie-Partnerschaft mit ihrer Gemeinde eingegangen. Diese Partnerschaft ist ganz im Sinne des von der deutschsprachigen Gemeinschaft und den Gemeinden abgeschlossenen Integrierten Energie- und Klimaplans und ist prinzipiell auch den Schulen aus den anderen Gemeinden auf freiwilliger Basis zugänglich – diese können sich bei Interesse oder Fragen bei Courant d’Air melden. 

Courant d’Air und Generation Zero Watt stehen allen Schulen der Gemeinde weiterhin für Animationen zur Verfügung. Auch Animationen zum Thema Energiesparen für Erwachsene sind in Vorbereitung.

Die Bedeutung von Hecken und Bäumen

Die Bedeutung von Hecken und Bäumen

Ohne einheimische Hecken, Baumreihen und Obstbaumwiesen wirkt eine Landschaft trostlos und öd. Auch in unserer Gegend haben diese Hecken und Feldgehölze jedoch noch viele weitere Funktionen:

  • Sie begünstigen die Wasserversickerung und dadurch die Grundwasserneubildung
  • Sie bieten Schutz vor Sturm, Unwettern und Bodenerosion
  • Sie spenden dem Vieh Schatten und verlangsamen die Austrocknung des Bodens
  • Sie können durch ihre klimatische Funktion die landwirtschaftliche Produktion steigern
  • Sie dienen vielen Tieren als Nahrungsquelle, Nistplatz und Wanderkorridor
  • Sie wirken gegen das Überhandnehmen von Schädlingen in Gärten und Feldern
  • Sie spielen eine wichtige Rolle für Ostbelgien als Tourismus- und Erholungsregion

Zudem können insbesondere Hecken und Niederwaldreihen direkt zur Rohstoff- und Energiegewinnung bewirtschaftet werden. Aus diesen und weiteren Gründen ist die Beibehaltung und Pflege der vorhandenen Bestände sowie die Neuanpflanzung von großem Interesse.

Die Wallonische Region bietet seit einiger Zeit verschiedene finanzielle Unterstützungen für die Pflanzung von Hecken, Obstgärten sowie Baum- und Niederwaldreihen an. Diese Zuschüsse werden voraussichtlich zum Ende des Jahres noch einmal deutlich erhöht.

Nähere Informationen finden Sie unter:

https://leader-ostbelgien.be/lag-100-doerfer-1-zukunft/

https://yesweplant.wallonie.be/home.html

Downloads:

Broschüre des Leader-Projekts Verbesserung der ökologischen Funktion der Hecken durch eine Vervielfältigung ihrer Funktionen

Dossier von AVES-Ostkantone VoG: Hecken in Ostbelgien - Zeugen einer Kulturlandschaft

Projektaufruf Dorf-Büro

Arbeiten im ländlichen Raum – Projektaufruf „Dorf-Büro“

Sie wohnen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft oder sind Mitglied einer Dorfgruppe? Dann bewerben Sie sich noch bis zum 30. November mit einem Projektvorschlag für ein „Dorf-Büro" und sichern Sie sich bis zu 15 000 Euro Zuschuss.

Am 18. September startet ein Aufruf an die deutschsprachigen Gemeinden und organisierten Dorfgruppen der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Einreichung eines Projektvorschlags für ein „Dorf-Büro“. Dieser auf den ländlichen Raum zugeschnittene gemeinschaftliche Arbeitsplatz mit Internetanbindung – im urbanen Bereich auch bekannt als Co-Working-Space – kann in Kooperation mit öffentlichen Trägern und privaten Unternehmen betrieben werden. Bis zum 30. November können Gemeinden oder Dorfgruppen ihr Konzept und ihre Ideen einreichen und bis zu 15 000 Euro Zuschuss für die Einrichtung und Inbetriebnahme des Dorf-Büros bekommen.

Ländliche Gemeinden sind seit Jahren mit Herausforderungen konfrontiert wie die Landflucht, Leerstand und Mobilitätsengpässen. Das Projekt „Dorf-Büro“ nimmt den Aspekt der Arbeit im Dorf auf und bietet interessierten Gemeinden oder Dorfgruppen die Möglichkeit, einen Arbeitsort zu konzipieren, der - komplementär zum Home-Office- das Dorf als Arbeitsort attraktiver macht.

Was ist das „Dorf-Büro"?

Das „Dorf-Büro“ ist ein flexibler, digital ausgestatteter Arbeits- und Begegnungsort, der mobile Arbeitnehmer und Selbständige ansprechen möchte. In diesem Gemeinschaftsbüro können zeitlich flexibel einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume angemietet werden, die über WLAN, einen gemeinsamen Drucker und idealerweise eine kleine Selbstversorgerküche verfügen.

An wen richtet sich das Projekt?

Die Nutzer bringen ihre eigenen Endgeräte mit und sind Pendler, die lange Strecken vermeiden oder teilen möchten, Arbeitnehmer im Homeoffice, die Arbeitsplatzatmosphäre bevorzugen, oder auch Selbständige und Jungunternehmer, die noch über keine eigene Büroinfrastruktur verfügen.

Welche Vorteile bietet das Projekt?

Die Vorteile für die Gemeinden und die Dörfer liegen auf der Hand. Nicht nur der Leerstand der Dorfinfrastruktur kann durch ein solches Projekt sinnvoll genutzt werden. Auch steigert ein im Dorf integrierter und digital ausgestatteter Arbeitsort die Attraktivität der Gemeinde als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. Unternehmensgründungen können durch die Gemeinde praktisch unterstützt werden und den Auftakt für kleine Gewerbeoasen bilden. Der Aufruf fördert nämlich explizit Kooperationen zwischen Gemeinden und Dorfgruppen mit anderen öffentlichen Diensten oder auch privaten Unternehmen. Somit kann eine bestehende öffentliche Infrastruktur mitbenutzt werden, wie zum Beispiel eine Bibliothek, ein Postamt, ein Museum, eine Touristinfo oder eine Gemeindeeinrichtung. Auch ein privates Unternehmen kann sich an das Dorf-Büro andocken und die Infrastruktur mitgestalten. Das können zum Beispiel Cafés, Restaurants, Ärztehäuser oder Kunstbetriebe sein.

Die eingereichten Konzepte eines Dorf-Büros werden von einer Fachjury bewertet und die Regierung entscheidet auf Grundlage des Jurygutachtens innerhalb von sechs Wochen über die Förderung eines Pilotprojektes.

Ansprechpartner:
Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens
Vasiliki Kokkota
Tel.: +32 (0)87 596 423
vasiliki.kokkota@dgov.be
www.ostbelgienlive.be

Baukultur in Ostbelgien

Was ist Baukultur?

Jeder Ort und jede Region erzählen eine individuelle Geschichte und werden durch unterschiedliche Siedlungs- und Bautypologien geprägt. Durch ortstypische Material-, Farb- und Formensprache ist jeder Ort unterschiedlich und schafft eine andere Atmosphäre. Baukultur bedeutet, dass wir beim Bauen eines neuen Gebäudes oder beim Umbauen eines bestehenden Gebäudes auf diese typischen Merkmale eingehen. Denn das, was baulich neu geschaffen wird, soll gut zu dem Vorhandenen passen und außerdem den Ort qualitativ aufwerten.

Niemand baut für sich allein. Wer baut, gestaltet seine Umgebung mit!

Die Kulturministerkonferenz hat im Jahr 2018 in der Erklärung von Davos den Begriff der Baukultur definiert und sich zu Maßnahmen für eine hohe Baukultur verpflichtet. Auch die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat diese Erklärung unterzeichnet.

Warum Umbauen? Und warum im Ortskern leben? Welche Vorteile hat das?
Welche Unterstützung gibt es? Worauf sollten Sie achten?

Das Team Regionalförderung der WFG Ostbelgien VoG setzt seit vielen Jahren Projekte im Bereich Baukultur um. Auf der Internetseite www.baukultur.be finden Sie viele Informationen und gute Beispiele rund ums Umbauen und die Baukultur in Ostbelgien:

  • Beratungsangebot für Eigentümer eines leerstehenden oder untergenutzten Gebäudes
  • Wie können Sie ein Gebäude zu Wohnzwecken umbauen?
  • Wie könnte Ihr Altbau zum Dorfleben beitragen?
  • Wie kann sich Ihr (Um)Bau harmonisch in Ihr Dorf einfügen?
  • Welche finanziellen Vorteile können Sie beim Umbauen nutzen?
  • Welche Wohnungsprämien und Versicherungen können Sie erhalten?
  • Wer unterstützt Sie beim seniorengerechten Umbauen Ihres Zuhauses?
  • Welche technischen Aspekte gibt es zu beachten?
  • Welche Schreiner und Holzbauer gibt es in der belgischen Eifel?
  • … und noch Vieles mehr!

Haben Sie Interesse? Dann schauen Sie doch einmal hinein – ein Besuch lohnt sich bestimmt!

Nachstehend die Broschüren zum Download:

Umbauen im Dorf - Ratgeber für die belgische Eifel

Beratungsangebot für Gebäudeeigentümer


Kontakt:
Marianka Lesser, Projektmanagerin
Tel: +32 (0)87 568 201
Email: marianka.lesser@wfg.be
www.baukultur.be
 








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Gemeindeverwaltung Burg-Reuland
Königshofstraße, Thommen, 64
4790 Burg-Reuland
Tel: 080 32 90 14
Fax: 080 32 99 15
Mail: info@burg-reuland.be